Im Rahmen der 16 Tage gegen geschlechtsspezifische Gewalt lasen Mia Nägeli und Jessica Jurassica eigene Texte im Salzhaus vor. Die Veranstaltung stand im Zeichen «Wege aus der Gewalt» und beleuchtete das Fokusthema der diesjährigen Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Die Veranstaltung fand am Sonntag 8. Dezember im Salzhaus Winterthur statt.
In seinem neuen Film zeigt der Regisseur Samir, wie die solidarischen Errungenschaften der Gewerkschaften ab den 1970er-Jahren mit Stimmungsmache gegen «die Ausländer» ausgehebelt wurden. Wo stehen die Gewerkschaften heute? Was tun sie in einer Zeit, in der Geflüchtete zunehmend entmenschlicht werden und die SVP von der Wiedereinführung des Saisonnierstatuts träumt? Andi Scheu moderiert ein Gespräch mit Samir und Vasco Pedrina, langjähriger Gewerkschaftsführer. Foto: Cooperativa Winterthur
Am 24. November ging die 60. Ausgabe der Kunstbiennale Venedig zu Ende. Ihr Titel Foreigners Everywhere bietet einen breiten Auslegungsrahmen mit Arbeiten, die Themen wie Ökologie, Queerness und indigene Perspektiven aufgreifen. Diese inhaltliche Ausrichtung entspricht dem Anspruch der Biennale, eine globale Plattform für vielfältige Stimmen zu sein. Werden damit neue Massstäbe gesetzt, wie es von einem wichtigen internationalen Kunstereignis erwartet wird? Oder folgt die Biennale lediglich dem Trend, Minderheiten eine stärkere Stimme zu verleihen? So viele unbekannte Künstler:innen, traditionelles (?) Handwerk und noch im 20. Jahrhundert entstandene Werke hat man wohl noch nie im Hauptteil der Biennale gesehen. Geht es hier auch um die Korrektur eines westlich geprägten Kunstverständnisses und der Geschichtsschreibung? Wie ist die Einschätzung der Expertinnen, die zu diesem Gespräch eingeladenen sind? Was ist ihnen in Erinnerung geblieben, was hat sie besonders berührt, auf- und angeregt? Gäste: Kathleen Bühler, Chefkuratorin Kunstmuseum Bern; Geraldine Tedder, Direktorin Kunsthalle Winterthur; Annelise Zwez, Kunstkritikerin und Publizistin Moderation: Julia Künzi, Kunsthistorikerin und Kuratorin Stiftung BINZ39
Der Mensch wurde in den letzten Jahrzehnten zum dominanten gestaltenden und auch zerstörenden «geologischen» Faktor des Erdplaneten. Eingriffe in globale Stoffkreisläufe, Zerstörung von Lebensraum mit Verlust von Biodiversität prägen eine neue geologische Epoche, das Anthropozän. In welcher Form werden diese aussergewöhnlichen planetaren Veränderungen die Künste im 21. Jahrhundert beeinflussen? Soll die Kunst am gesellschaftlichen Dialog über das Anthropozän partizipieren? Auf welche Art und Weise wird Wissenschaft von Kunst und Kunst von Wissenschaft im Dialog über planetare Grenzen, über Utopien und Dystopien befruchtet? Vor der Diskussion zu Kunst im Anthropozän wird der indisch-kanadische Autor und Lyriker Jaspreet Singh aus seinem neuesten Gedichtband zum Anthropozän lesen. Die Veranstaltung wird auf Englisch durchgeführt. Gäste: Jaspreet Singh, Autor und Lyriker, Calgary CAN (PhD in Chemical Engineering); Katja Baumhoff, Dr. phil. Kunsthistorikerin, Kuratorin, Stellvertretende Leiterin der Sammlung Oskar Reinhart «Am Römerholz» Winterthur Moderation: Helmut Weissert, Geologe, Prof. em. ETH Zürich
Auf den Wegen von Heidi Witzig durch die Zeit Einmal jährlich lädt Café des Arts in dieser Spezialreihe Persönlichkeiten aus Kunst und Kultur ein. Dieses Mal ist Heidi Witzig zu Gast. Sie ist eine der Klimaseniorinnen, die am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg vorsprachen. Deren Erfolg hat vor einigen Monaten international Schlagzeilen gemacht. Im Winterthurer Landboten hat Heidi Witzig das Urteil als bahnbrechend bezeichnet und daran erinnert, dass die Schweiz 1969 die Europäische Menschenrechtskonvention mit dem Vorbehalt der fehlenden politischen Gleichstellung der Frauen unterschreiben wollte. Der nationale und internationale Aufschrei war so laut, dass die Schweizer Männer 1971 das Frauenstimmrecht auf nationaler Ebene endlich bejahten. Heidi Witzig, 1944 geboren, studierte in Zürich und Florenz Kunstgeschichte, dissertierte über die italienische Frührenaissance, arbeitete u.a. bei der Galerie Koller, am SIK-ISEA (Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft) und als Dokumentalistin beim Fernsehen DRS (heute SRF). In ihrer Freizeit arbeitete sie zusammen mit Elisabeth Joris am Buch «Frauengeschichte(n) – Dokumente aus zwei Jahrhunderten zur Situation der Frauen in der Schweiz», mit welchem sie 1986 nationale Bekanntheit erlangten. Als freischaffende Historikerin mit dem Spezialgebiet Alltags- und Geschlechtergeschichte lehrte Heidi Witzig an verschiedenen Universitäten. Seit 2008 lebt sie in Winterthur. Im Gespräch gibt sie Einblick in ihre Lebensreise: Von der jungen Historikerin und Kunsthistorikerin hin zu feministischen Themen und schliesslich bis nach Strassburg. Gast: Heidi Witzig, Dr. phil. mit Schwerpunkt Frauen- und Alltagsgeschichte, Autorin, Gründungsmitglied KlimaSeniorinnen sowie GrossmütterRevolution und vieles mehr. Moderation: Theres Wey, Künstlerin, Mitwirkende im Programmteam Café des Arts
Zur Gruppe der Winterthurer Bildhauer und Maler stiess kurz nach 1980 der junge Stephan Viktor Müller (geboren 1959) mit bemerkenswertem Eigensinn. Sein Werk gründet im Seelischen, es entwickelte sich zart und kraftvoll in gewagten Schritten durch die existentielle Erfahrung von Brüchigkeit und Gefährdung und behauptet im Kontext zeitgenössischer Kunst eine unverwechselbare Position. Im Verlag Scheidegger&Spiess ist nun eine Publikation mit 192 Farbtafeln erschienen, welche eine Bilanz des reichhaltigen Schaffens von 1983 bis 2023 zeigt. Dr. Matthias Frehner, der zum Buch eine Einführung beigesteuert hat, schreibt von einer «der raren Künstlerpersönlichkeiten in der aktuellen Schweizer Kunst». Die Buchvernissage wird von einem Gespräch begleitet, das sowohl das Zustandekommen der Publikation aus Sicht der Autoren beleuchtet als auch die aktuellen Herausforderungen aus verlegerischer Sicht. Gäste: Dr. Matthias Frehner, Kunsthistoriker, a. Direktor Kunstmuseum Bern; Stephan Viktor Müller, Künstler; Dr. Gerhard Piniel, Buchautor; Thomas Kramer, Verleger Scheidegger&Spiess Moderation: Lucia A. Cavegn, Kunsthistorikerin und Kulturbeauftragte Stadtgemeinde Diessenhofen
Wer hat wen im Griff? Die Rede ist von KI, der Künstlichen Intelligenz, die gleichermassen fasziniert und verunsichert. Egal in welcher Sparte, ihr Einfluss auf die Arbeitswelt und Forschung wird stets grösser und macht auch vor der Kunst nicht Halt. Nimmt die KI uns bald alles ab, dichtet, textet, komponiert, zeichnet, malt, fotografiert — wenn auch nicht bahnbrechender oder besser, so sicher schneller und effizienter? Führt KI zur Aufhebung der Autorenschaft, zum Tod der Kreativität, macht sie Künstlerinnen und Künstler überflüssig? Oder ist sie einfach ein geniales Hilfsmittel, das man sich zu Nutze machen kann und von der man sich nicht verbiegen soll? Gäste: Esther Hunziker, Künstlerin, Mediengestalterin und Dozentin für digitale Medien am Institut Kunst in Basel; Johanna Müller, Künstlerin und Dozentin, Winterthur und Paris; Shusha Niederberger, Künstlerin, Forscherin und Vermittlerin zu digitaler Kunst, Winterthur Moderation: Marlene Wenger, Kuratorin HEK (Haus der Elektronischen Künste), Basel
Geraldine Tedder ist seit einem halben Jahr als Direktorin der Kunsthalle Winterthur tätig. Mit Yael Textor spricht sie über ihre ersten Monate im Job, ihren Werdegang und ihre Vorstellungen für die Zukunft der Kunsthalle. Das Gespräch wurde im Juni 2024 aufgenommen. https://kunsthallewinterthur.ch/
Nicole Meier im Gespräch mit Claudia Salzmann (Radio Gäub-Schwarz), Andreas Mösli (FC Winterthur) und Mämä Sykora (Fussballzeitschrift Zwölf). Wer wird in Zukunft Fussball spielen? Menschen? Oder begabtere Geschöpfe? Oder unbegabtere? Und wo? Ausschliesslich in Saudi-Arabien? Und wie siehts mit dem Frauenfussball aus? Diese und fast alle weiteren Fragen wurden in grundsätzlich launiger, manchmal auch ernster Runde geklärt.
Gerade während der Pandemie wurde vielen der Wert historischer Freiräume – ob Gärten oder Parkanlagen – so richtig bewusst. In ihnen stecken nicht nur (garten-) künstlerische Werte, sie bieten auch Erholung, speichern CO2 und die alten Baumriesen sind eigentliche Hotspots der Biodiversität. Doch viele historische Freiräume stehen unter Druck und stehen im Spannungsfeld von Klimawandel, Artensterben, Ausbreitung invasiver Neophyten und Eventisierung. Wie viel Schutz, Augenmass und Anpassung sind nötig? Karin Salm diskutiert mit Achim Schefer (Abteilungsleiter Siedlungsgrün bei Stadtgrün Winterthur), Claudia Moll (Landschaftsarchitektin und Präsidentin der Kommission für den Schulthess Gartenpreis des Schweizer Heimatschutz) und Toni Raymann (Landschaftsarchitekt).
Wofür arbeiten wir? Für Lebenssinn oder für die Karriereleiter? Melanie Jovanovski disutierte mit Ketty Widmer (Berufsverband für Pflegefachleute) und Sarah Steiner (Tadah) über diese aktuellen Fragen.
Aktuell stellt der Zürcher Künstler und Filmjournalist Olivier Samter sein Lebenswerk in der Ausstellung "Gehobener Schabernack" in der Alten Kaserne in Winterthur aus. Ganz gemütlich und eineinhalb Spiegeleier essend, erzählte Olivier Samter in der Stadtfilter Küche mehr über sein Schaffen als Künstler, über seine politischen Ambitionen, über seinen Lieblingsdisneyfilm und über sein strenges Eierranking. Für das Gespräch und die Spiegeleier war Alessandra Willi zuständig. Die Ausstellung "Gehobener Schabernack" kann noch bis am 4. Mai im Bistro der Alten Kaserne besucht werden. Mehr Infos zu Olivier Samter findet ihr hier: http://owley.ch/olivier-samter/
Caffe MENEMPA von Kolumbien in der Schweiz: Spezielle interview mit Vertretern des Caffe "Menempa" in der Schweiz, Sandra Ohnheiser und Natalia Salas, in Kolumbien Alejandro Caro Kaffeeproduzent Café MENEMPA, desde Colombia para Suiza: Entrevista especial con las representantes de Café "Menempa" in der Schweiz, Sandra Ohnheiser y Natalia Salas. En Colombia el productor de Cafe Alejandro Caro
Geld ist nicht alles. Weshalb der FC Winterthur trotz kleinem Budget für Spieler eine attraktive Destination ist, klärt Sebastian Galli im Gespräch mit FCW Sportchef Oliver Kaiser Bildquelle: fcwinterthur.ch
An der Oberfläche zeigt sich, was glänzt oder was den Glanz verloren hat. Doch Oberflächen sind auch Funktionsträger, und damit weit mehr als nur schöner Schein. Glatt, geriffelt, abwaschbar, rau oder schmutzabweisend: Die Haut der Objekte wird gestaltet, restauriert und auf ihre Bedeutung hin gelesen. Das Gespräch über Design, Handwerk, Restaurierung und Kunst geht der Frage nach, wie tief die Oberfläche der Dinge ist. Es diskutierten: Meret Ernst, Autorin und Designtheoretikerin Susanne Graner, Head of Collection and Archive, Vitra Design Museum Mónica Gaspar, Dozentin, freischaffende Kuratorin und Autorin Noelani Rutz, Designerin Frédéric Dedelley, Designer